Liebe Sportinteressierte,

1000 Kilometer in weniger als 42 Stunden mit dem Handbike - eine Herausforderung, die neben körperlicher Ausdauer auch Willensstärke verlangt. Die Marke von 300 Kilometern hat Herr Guentel bereits 2015 erkämpft und damit eindrucksvoll bewiesen, welche Fähigkeiten in ihm stecken. Gleichzeitig hat er damit einen wichtigen Beitrag zum Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit über die Stärken von Menschen mit Behinderungen und zum Abbau von Klischees und Vorurteilen geleistet. Das wiederum trägt zu einem respektvollen Umgang von Menschen mit und ohne Behinderungen bei, den Grundlagen einer inklusiven Gesellschaft.

Herr Guentel macht vor, was für Menschen mit und ohne Behinderungen im Sport, aber auch in anderen Lebensbereichen, essenzielle Bedeutung hat: Grenzen und Barrieren können überwunden werden und jede bzw. jeder Einzelne kann über sich selbst hinauswachsen. Dazu ist allerdings nicht nur Bereitschaft und Mut notwendig, sondern stets auch die entsprechende Gestaltung der gesellschaftlichen Bedingungen. Im Hinblick darauf hat sich kürzlich die schleswig-holsteinische Landesregierung auf den Weg gemacht und einen gemeinsamen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verabschiedet. In insgesamt zehn Handlungsfeldern wurden darin unter anderem Maßnahmen mit dem Ziel einer gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an kulturellem Leben, Sport und Freizeit festgelegt.
Nun ist mit dem Weltrekordversuch im Juni 2017 das nächste Ziel gesteckt, das Herr Guentel erreichen möchte. Ich wünsche ihm viel Erfolg und bestes Wetter für sein Vorhaben. Den Zuschauerinnen und Zuschauern wünsche ich einen begegnungsreichen Tag und eine spannende Challenge.

Prof. Dr. Ulrich Hase

 Landesbeauftragter Schleswig-Holstein